Zusammenleben Mit Musik gegen Gewalt |
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Der "Willitown Rap" ist jetzt bühnenreif |
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Das Haus der Jugend Wilhelmsburg übernimmt Verantwortung für den Stadtteil, und Kinder lernen ohne Gewalt zusammenzuleben.Von Jochen Gipp |
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Wilhelmsburg -
Den "Willitown Rap" hat Konrad selbst getextet und komponiert. Er trägt ihn auch vor, begleitet von seinen Freunden aus der Musikgruppe im Haus der Jugend Wilhelmsburg: Ester, Annika, Amir, Linford, Assraf, Armend und Meltem. Carlos aus Ecuador, ist indianischer Abstammung, lebt seit über 15 Jahren in Wilhelmsburg und kümmert sich ehrenamtlich, ohne Honorar, um die musikalische Förderung der Kinder. Und Carlos verfolgt dabei ein Ziel: Den Kindern zeigen, dass Gewalt keine Probleme löst. Und alles, was im Fernsehen an Gewalt in Musikvideos der Gangsta-, HipHop-, Rapszene dargestellt wird, lehnt er ab. "In Hamburg gibt es keine Gettos", sagt Carlos, "deshalb sind solche Musikvideos auch kein Vorbild für unsere Arbeit." Entsprechend erzählt Konrad im "Willitown Rap" von den guten Seiten und dem friedlichen Zusammenleben der Kulturen auf der Elbinsel. Beim Wilhelmsburger Stadtteilfest standen die Kinder mit ihrem Lied bereits auf der Bühne. Etwa 60 kleine und große Musiker im Alter von 8 bis 23 Jahren treffen sich an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Tageszeiten im Tonstudio des HdJ Wilhelmsburg am Rotenhäuser Damm. Carlos betreut das schallisolierte Tonstudio, in dem sich auch eine Schlagzeug- und Gesangskabine befindet sowie ein Mischpult und Computer für die Aufnahme. Wenn Carlos mit Jugendlichen im Studio sitzt, wird meist bis spät in den Abend musiziert. Wer will, kann sich seine selbstgemachte Musik auf CD brennen, muss dafür die Silberscheiben allerdings selbst kaufen und mitbringen. An Instrumenten sind Gitarren und Trommeln vorhanden. Die Mikrofone haben wegen intensiver Nutzung einige Gebrauchsspuren, Schutzkappen sind abgefallen. "Das passiert halt", sagt Carlos, "sie funktionieren noch, und wir können sie benutzen." Geld für Neuanschaffungen ist ohnehin knapp. Wer die Musiker unterstützen möchte, beispielsweise mit einem Instrument, kann sich an das Haus der Jugend, Telefon 753 25 92, wenden. Uli Gomolzig (54), seit 15 Jahren Leiter des HdJ, sieht die Entwicklung im Stadtteil und die Entwicklung des Hauses positiv. "Wir sind mit 1600 Quadratmeter eine große Einrichtung, und wir haben etwa 500 Stammbesucher, die mindestens einmal pro Woche unsere Angebote nutzen. Ich denke, wir übernehmen mit unserer Arbeit sehr viel Verantwortung für den Stadtteil." Das HdJ ist montags bis donnerstags ab 14 Uhr geöffnet und freitags sowie sonnabends ab 15 Uhr. Schluss ist um 20 oder 21 Uhr. Geboten werden unter anderen verschiedene Sport- und Bildungsprogramme. erschienen am 6. Januar 2007 |
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